Ginzery Enikö Art. Dr. - Pressestimmen

Die schwatzten miteinander wie die Schwalben

 

Enikö Ginzery am Cimbalom und Julian Gretschel auf der Posaune harmonieren bei der Matinee im Schwörhaus hervorragend.

 

Ein selten gewordenes Instrument steht im Schwörhaussaal. Das Cimbalom, das mit dem bayrischen Hackbrett verwandt ist. Zu einem Matinéekonzert mit der ungarischen Cimbalom-Spielerin Enikö Ginzery fand sich am Samstag eine kleine Gemeinde von Musikliebhabern ein und genoss eine Darbietung klassischer, volkstümlicher und moderner Werke.

 

Das Saiteninstrument kommt ursprünglich aus dem persisch-arabischen Raum, fand von dort über Spanien seinen Weg nach Europa. Unter dem Namen Psalterium fand es Eingang sowohl in die Kirchenmusik, als auch in die Tanzmusik. Es stand Pate bei der Entwicklung des Hammerklaviers, erklärt Enikö Ginzery. Die Saiten werden mit Schlegeln zum Klingen gebracht. Das Cimbalom geriet dann über 100 Jahre in Vergessenheit. Allerdings spielte das Instrument weiterhin bei der Zigeunermusik eine wichtige Rolle.

Als Igor Strawinsky das Cimbalom hörte, war er so angetan davon, das er Stücke dafür schrieb.


Slowakische und ungarische Lieder und Tänze aus dem 18. Jahrhundert erklingen. Sieht man die junge Musikerin mit ihren Schlegeln hantieren, könnte man meinen, sie bearbeite ein Marimbaphon. Doch der Ton hat unverkennbar die Klangfarbe eines Saiteninstruments. Carl Philipp Emanuel Bachs „Fantasie in F-Dur", spielt Ginzery. Ursprünglich war die Komposition für Hammerklavier geschrieben. Dann kommt eine moderne Komposition, „Zwei Bilder der Nacht" – „Lass den Balkon geöffnet". Theo Brandmüller hat sie für Ginzerys Abschlusskonzert an der Musikhochschule Saarbrücken geschrieben.

 

Bestechend sind die vielfältigen Klangmöglichkeiten dieses alten Instruments.
Aus dem Zyklus „Auf verwachsenem Pfade" des tschechischen Komponisten Leos Janácek (1854-1928) hat Ginzery zwei Stücke für Cimbalon bearbeitet, „Ein verwehtes Blatt" und „Die schwatzten wie die Schwalben".

Hätte man sich überlegt, mit welchem Instrument das Cimbalom zusammen spielen könnte, sicher wäre man nicht auf die Posaune gekommen. Doch genau dieses Duo kam im Schwörhaus zusammen und brachte ein erstaunlich stimmiges Klangbild zustande. Der Posaunist Julian Gretschel hat Sergej Prokofjevs Miniaturen für Kinder für Posaune und Cimbalom arrangiert. Witzig kamen die kleinen Szenen „Spaziergang", „Märchen", „Walzer", „Marsch der Grashüpfer", „Wehmut" und „Marsch" rüber und erfreuten die ausschließlich erwachsenen Zuhörer.
Ein Marsch von Prokofjew bildet auch die Zugabe, mit der dem Publikum der Marsch für den Nachhauseweg geblasen wird.
Doch zuvor swingen Posaune und Cimbalom modern geräuschhaft und witzig in einer Komposition von Julian Gretschel mit dem lustigen Titel „Knubbeldumpf Swing".

 

Helga Widmaier © Gmünder Tagespost 25.07.2010

Eine Auswahl von vielen Pressestimmen in englischer Sprache.

 

Selection From the critiques


,,Enikő Ginzery who studied the cimbalom in Bratislava and Budapest, got an enthusiastic reception at her concert on the occasion of the anniversary of one of the best grammar school with a long tradition in Bratislava. ,,We had to live through eighty years to hear such an art!”, exclaimed the participants – former students in admiration.”

(Večerník, 10
th
June, 1996)




,,Enikő Ginzery, a graduate of Bratislava Conservatoire, nowadays a student of Ferenc Liszt Academy of Music in Budapest (I. Szeverenyi class) was crowned with the greatest success. This excellent cymbalom concert interpreter was awarded the 1st prize in the 2nd category for her outstanding musical competence and her unrivalled technique. Moreover, she was awarded the Special Jury Prize for her sophisticated mastering of the instrument and her outstanding musical expression, and she was awarded the Memorial Document of the 700th Anniversary of Valašské Meziríčí Foundation. She was decl
ared the Laureate of the whole competition. Her extremely difficult programme enlivened two competition rounds, and it was a sample of an excellent, extraordinary, and by its musical organization unique interpretation of contemporary composers’ works."

(H
udobný život 6/1997)




,,To conclude, the cimbalom has its future. A gifted cimbalom player Enikő Ginzery knows it, and contributed to the renaissance of the instrument: although being at the beginning of her concert career, she has become the absolute
winner of the 1st European Cimbalom Competition in the Czech Republic."

(Hudobný
život 12/1999)




,,The way of Ginzery’s presentation of the cimbalom as an instrument of new and colourful possibilities enabled us to consider Melos-Étos festival as an impulse for development and further presentation of interpretation qualities in the most professional sense of the word. Enikő Ginzery excellent also the folloving day at the concert devoted to György Kurtág’s work.”

(Hudobný život 12/1999)

Live zuhören ist schöner als stundenlang lesen!!!

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